Der Heimeinzug – ein bedeutsamer Übergang

Der Einzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung ist für die betroffene Person und ihre Familie ein tiefer Einschnitt. Mit der richtigen Vorbereitung lässt sich dieser Übergang jedoch so gestalten, dass er nicht als Verlust, sondern als neuer Lebensabschnitt erlebt wird – mit Sicherheit, Fürsorge und Gemeinschaft.

Vor dem Einzug: Organisatorisches

Formalitäten klären

  • Pflegegrad beantragen oder bestehenden Pflegegrad prüfen lassen
  • Heimvertrag sorgfältig lesen und bei Bedarf von einer Verbraucherzentrale prüfen lassen
  • Kostenübernahme mit der Pflegekasse klären; ggf. Sozialhilfe (§ 61 SGB XII) beantragen
  • Vollmachten regeln: Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung
  • Wohnung kündigen oder untervermieten
  • Bankverbindungen und Daueraufträge aktualisieren
  • Zustelladresse für Post ändern

Ärztliche und pflegerische Vorbereitung

  • Aktuellen Medikamentenplan vom Hausarzt ausstellen lassen
  • Impfausweis, Allergiepass und wichtige Befunde zusammenstellen
  • Arztpraxen über den Umzug informieren

Was mitnehmen? Eine praktische Packliste

Das Zimmer im Pflegeheim wird zur neuen Heimat – persönliche Gegenstände machen es wohnlich und vertraut:

  • Kleidung: Ausreichend, praktisch, bequem – alles mit Namen beschriften
  • Pflegeartikel: Lieblings-Duschgel, Zahnpflegemittel, Parfum oder Aftershave
  • Persönliche Gegenstände: Fotos, ein vertrautes Kissen, Lieblingsbuch oder -musik
  • Dokumente: Personalausweis, Krankenversicherungskarte, Pflegebescheid
  • Kommunikationsmittel: Telefon oder Tablet für den Kontakt mit der Familie

Am Einzugstag

  1. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit – kein Stress und keine Eile.
  2. Richten Sie das Zimmer gemeinsam ein und bringen Sie vertraute Gegenstände mit.
  3. Lernen Sie das Pflegepersonal und Mitbewohner in aller Ruhe kennen.
  4. Planen Sie, wie lange Sie als Angehöriger bleiben – manchmal ist ein schrittweises Verabschieden hilfreich.

In den ersten Wochen: Eingewöhnung unterstützen

Die ersten Wochen sind eine Anpassungsphase. Regelmäßige Besuche, Anrufe und vertraute Rituale helfen, Heimweh und Verunsicherung zu mindern. Teilen Sie dem Personal besondere Gewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen mit – das erleichtert die individuelle Betreuung enorm.

Gut zu wissen: Ihre Rechte als Bewohner

  • Recht auf individuelle Pflege und persönliche Betreuung
  • Recht auf Privatheit und Würde
  • Recht auf Mitbestimmung im Heimalltag (Heimbeirat)
  • Recht auf Besuch zu jeder Zeit (mit sinnvollen Rahmenregelungen)

Im Franziskus-Heim begleiten wir Sie und Ihre Familie von Anfang an. Unser Einzugsmanagement stellt sicher, dass sich jede neue Bewohnerin und jeder neue Bewohner von Anfang an willkommen und gut aufgehoben fühlt.